Das A und O in einer Beziehung, oder besser gesagt, Nichtbeziehung

Er nimmt sich die Freiheit. Will frei leben, sein Leben geniessen. Klar, er hat das Recht dazu, kann ja machen was er will. Man gönnt es ihm auch. Er ist ja ein eigenständiger Mensch.

Soll er doch, denkt man sich. Man will warten, sagt man, warten bis er zurückkommt. Dann wird man dasein, den Weg mit ihm gemeinsam weitergehen, den er jetzt im Moment nicht mehr mit einem gehen will.

Doch tief drinnen fühlt es sich anders an.

Da tobt die Eifersucht, Wut und Hass. Diese Angst ohne ihn nicht lebensfähig zu sein, ohne ihn nicht mehr wirklich zu leben. Nur noch zu hoffen und zu warten. 

Worauf? Auf bessere Zeiten? Doch werden sie kommen?

Das ihn und er könnnte man auch durch ein sie ersetzen, denn auch Frauen nehmen sich diese Freiheit, frei sein zu wollen. Auch sie verlangen oder wünschen, dass der Partner dann auf sie wartet. Dass er da ist, wenn das neue nicht das halten sollte, was es verspricht. Warten, worauf? Auf das alleine lebensfähig zu sein, braucht man nicht zu warten. Man ist es, nur erkannt werden muss es noch.

 Das ist das A und O ansich, wie ich finde. Diese Erkenntnis auch ohne ihn lebensfähig zu sein.

Sogar gut lebensfähig zu sein.
Zusammen sein, nicht weil man den anderen braucht, ohne ihn meint nicht leben zu können, ohne ihn nichts zu sein, sondern aus Liebe. Nur aus Liebe. Nicht aus Abhängigkeit.


Dieses andere, er ist frei, er kann machen was er will, ist verstandesgemäss richtig und gut zu erfassen. Doch meistens spielen die Gefühle dann bei diesem Spiel nicht mit. 
Und weshalb auch, es wäre einseitig. Er geniesst seine Freiheit, weil er es so möchte, wie du sagst. Weshalb sollst du dann nicht deine auch geniessen. Weshalb dann warten, bis er genug genossen hat und eventuell wieder ein Stück weit mit dir den Weg gehen will. 
Warten hat so etwas wie auf Abruf bereitstehen. Er wartet nicht, er geniesst, wie du sagst. . Weshalb willst du warten?
Dein Leben ist nicht von ihm abgängig, sagst du. Lebst du es aber auch so. 
Denn warten macht abhängig. Warten lässt das Leben vorbeiziehen. Warten überlässt die Entscheidung über unser Leben dem anderen. Dabei sollten wir uns doch so nahe sein, dass wir über unser Leben und was geschieht selbst entscheiden.

28.2.09 22:13

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