Montaigne über das eigene Tun

Zu Anfang haben wir unser Tun in der Hand;
es ist in unserer Gewalt;
aber dann, wenn die Sache läuft, führt sie die Zügel und nimmt uns mit, und wir haben zu folgen.

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

Kennen wir dieses nicht alle, haben wir es nicht alle schon einmal selbst erlebt?
Wir planen und stossen eine Sache an, sie läuft nach unseren Wünschen, bis sie sich verselbständigt.
Statt zu agieren können wir nur noch reagieren und manchmal läuft es aus dem Gleis. Es kommt ganz anders als wir es uns vorstellten und dachten, und doch waren wir der Urheber dessen, was jetzt vor unseren Augen geschieht. Selbst wenn wir es so nicht wollten, ist es doch kaum oder nur mit grossen Schwierigkeiten zu stoppen.
Lawinen sind nicht aufzuhalten, wenn sie erst einmal ins rutschen kamen. Und vielleicht war es am Anfang nur ein ganz kleiner Scheeball der alles auslöste und alles hinwegfegt, was sich ihm in dem Wege stellt.

Ein ganz kleiner Schneeball.
Ursache und Wirkung, manchmal nicht vorhersehbar.

30.12.08 04:04

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