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Wie träumt ein Blinder?

Erstmal allen ein gutes neues Jahr!

Ich habe mich seit jeher gefragt, wie mag wohl ein Blinder träumen?
Sieht er, wie wir alle, auch Bilder im Traum?
Nun kann ich mich ja schlecht einem Blinden in den Weg stellen, wenn er oder sie, mir mit dem Blindenstock entgegen kommt.
Und dann nach seinen Träumen fragen.

Dieses Ansinnen, würde auch uns sehenden, wohl seltsam vorkommen.

Das Internet bot mir die Lösung meiner Frage..

Es gibt ein Forum für Blinde, in denen sie über eine Braille Zeile..(ein mit Stiften bestücktes Gerät, bei dem ja nach Buchstabe, verschiedene Stifte die Blindenschrift anzeigen) die an den PC gekoppelt ist, selbst schreiben.


Sie träumen, wenn sie von Geburt an blind sind, nicht in Bildern..nur in Geräuschen, Gerüchen und mit dem Tastsinn. Eben wie am Tage, so sind sie auch im Traum blind.
Ein Blinder kann sich danach, auch keine Farben vorstellen.
Ich nahm vorher an, diese Vorstellung von Farben, vielleicht auch von schemenhaften Bildern, sei allen Menschen von Geburt an gegeben...dieser Gedanke erwies sich als falsch.
Sie erleben allerdings merkwürdige Dinge im Traum, wie wir ja auch.

So schildern einige, das sie durch den Wald laufen, ohne an einen Baum anzustossen..oder wundern sich das sie selbst Auto fahren können, obwohl sie nichts sehen.

Und ein junger Mann schreibt, er träumte von einem hübschen Mädchen, welches seine Freundin wird..
und das nicht nur in der Nacht...sondern auch am Tage..aber es wird wie der Traum sehen zu können für immer ein Traum bleiben.

Dieses berührte mich zutiefst.

Ganz besonders schwierig ist es für Blinde, die zudem noch taub sind..da sie so nur über den Tast und Geruchssinn Informationen aufnehmen können.

Eine Frau Lome, die dieses Schicksal teilte, sie erfand die Lome Sprache..es ist eine Taubblindensprache bei der die Zeichen in die Handfläche geschrieben werden.
Dieses zu erlernen werden wir sehenden uns wohl kaum vorstellen können..denn da diese Blinden nichts hören, muss ihnen ja auf eine andere Art gezeigt werden was die Buchstaben und Wörter für eine Bedeutung haben.

Diese Frau Lome studierte später erfolgreich und machte das Leben der Blinden ebenso wie der Herr Braille ein Stück lebenswerter.

Wenn wir sehenden, etwas was wir vorher nicht gesehen haben, durch abtasten erkennen sollen, dann fällt selbst das uns, manchmal schwer.
Da sind wir dann blinder, als die Blinden.

So betrachtet, können wir über uns selbstverständlich erscheinende Fähigkeiten, sehr dankbar sein....das sie uns gegeben wurden.

1 Kommentar 3.1.07 05:05, kommentieren



Inneres Gefängniss

Keine Gefängnissmauern sind höher,

als jene, die wir uns selber bauen..

Gefängnissinsassen werden manchmal begnadigt,

wann können wir uns begnadigen?

7.1.07 04:41, kommentieren

das Gewicht der Worte

Es gibt Worte,

die wiegen schwerer als andere,

denn sie sind voller Liebe.

7.1.07 13:03, kommentieren

Spiel des Lebens

Wie oft denken wir,

das Leben spielt ein seltsames Spiel mit uns.

Aber sind wir es nicht selbst,

die in Wahrheit viel zu oft

mit unserem Leben spielen?

7.1.07 17:09, kommentieren

Tränen der Freude

Sie ging zur Polizeischule, musste in der Kaserne wohnen und schlafen.. viele Briefe, Telefonate..Sehnsucht, die dadurch nicht geringer wurde. Eines Nachmittags fuhr ich hin, parkte auf dem Parkplatz, stieg aus. Ich sah sie, in etwas über hundert Meter Entfernung... unsere Blick begegneten sich..ganz spontan fing sie an zu laufen..ja sie lief den ganzen Weg auf mich zu..so schnell sie nur konnte. Ihre dunklen Haare wehten im Wind, ihre blauen Augen strahlten.. sie fiel mir in die Arme..umarmte und küsste mich..so standen wir eine ganze Zeit da.. Dann nahm sie den Kopf zurück...schaute mich glücklich an.. und aus ihren blauen Augen, die voller Freude waren, rollten einige Tränen über ihre Wangen. Ich küsste ihr die Tränen fort, sie schmeckten genauso salzig, wie jede andere Träne auch... und doch waren es ganz besondere...die sie schmückten mehr als jeder glänzende Edelstein. Das sind Momente, die ich mein ganzes Leben nicht vergessen werde.. es sind Momente für die Ewigkeit. Und ich sage danke für diese Gedanken.

8.1.07 03:28, kommentieren

Tränen

Ja, manchmal sehen wir, vor lauter Tränen,

den Weg nicht mehr.

Sie müssen erst trocknen, bevor wir

weitergehen können.

8.1.07 10:35, kommentieren

Unsichtbare Mauern

Jedoch die unsichtbaren Mauern

unseres inneren Gefängnisses,

sind am schwersten zu überwinden.

Da wir sie nicht wahnehmen.

Erst wenn wir sie erkennen,

es schaffen sie sichtbar zu machen,

können wir sie beseitigen.

8.1.07 17:46, kommentieren