Märchen, Sagen und der Weihnachtsmann

Kinder lieben in der Regel Märchen und Geschichten.

Auch die vom Weihnachtsmann und dem Osterhasen. Dieses alles regt ihre Phantasie an. So wie es auch früher meine Phantasie angeregt hat.

Eine britische Studie hat jetzt ergeben, dass Kinder die an den Weihnachtsmann glauben, später mehr Erfolg im Leben haben, selbstbewusster und glücklicher sind, als Kinder die nie daran glaubten.

Macht es das Leben nicht auch ein wenig heller und leichter, wenn man immer und in jeder Lage noch an ein Wunder glaubt, an die Wendung zum besseren.

Ja, machen nicht schon positive Gedanken selbstbewusster und hoffnungsfroher?

Dieses "Alles wird gut", es hört sich doof an, doch es hat schon seinen Sinn. Denn beim genauen Betrachten ist es doch auch letztendlich meistens so.

Das Leben ist natürlich kein Märchen, es kann manchmal ganz schön hart sein und doch... - es ist das, was wir daraus machen.

Machen wir es zu einem guten, geben wir dem Leben die Chance, denn es gibt sie uns auch. Jeden tag aufs Neue.

 

1 Kommentar 9.1.09 16:25, kommentieren

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Montaigne über das eigene Tun

Zu Anfang haben wir unser Tun in der Hand;
es ist in unserer Gewalt;
aber dann, wenn die Sache läuft, führt sie die Zügel und nimmt uns mit, und wir haben zu folgen.

Zitat: Michel de Montaigne ( 1533 - 1592 )

Kennen wir dieses nicht alle, haben wir es nicht alle schon einmal selbst erlebt?
Wir planen und stossen eine Sache an, sie läuft nach unseren Wünschen, bis sie sich verselbständigt.
Statt zu agieren können wir nur noch reagieren und manchmal läuft es aus dem Gleis. Es kommt ganz anders als wir es uns vorstellten und dachten, und doch waren wir der Urheber dessen, was jetzt vor unseren Augen geschieht. Selbst wenn wir es so nicht wollten, ist es doch kaum oder nur mit grossen Schwierigkeiten zu stoppen.
Lawinen sind nicht aufzuhalten, wenn sie erst einmal ins rutschen kamen. Und vielleicht war es am Anfang nur ein ganz kleiner Scheeball der alles auslöste und alles hinwegfegt, was sich ihm in dem Wege stellt.

Ein ganz kleiner Schneeball.
Ursache und Wirkung, manchmal nicht vorhersehbar.

1 Kommentar 30.12.08 04:04, kommentieren

Nicht sehen können

Nicht sehen können trennt von der Materie,
nicht hören können trennt vom Menschen.

Zitat: Helen Keller
( taubblinde US Schriftstellerin )

1 Kommentar 26.12.08 06:44, kommentieren

Blogigo mal wieder nicht zu erreichen

Da schaue ich in meine Counterstation Statistik, wundere mich.

2 Besucher. Welche hohe Zahl.;-)
Sonst sind es um diese Zeit 70 Besucher.
Blogigo.de ist mal wieder down.
Beim Aufruf meines Blogs
gedanken oder fragen
erscheint dieses grinsende ;-) move to a faster Database.
Seite nicht erreichbar. Na dann!
Wieder mal. Leider.
Vorige Nacht ebenso, gestern bis 0 Uhr lief Blogigo wieder, dann wurde gemovt.

Nervig, wenn ich nicht auf meinen Hauptblog komme.
Nervig auch, weil dann die Diskussion über die Unzuverlässigkeit der Blogigo Plattform bei den Nutzern wieder einsetzt.
Irgendwie ja auch verständlich, wenn dann viele abwandern zu anderen Anbietern.
Wie schon öfter geschehen.

Jetzt hoffe ich mal, dass Blogigo.de bald wieder am Netz ist. Denn ich will mit meinem Hauptblog dort bleiben.
Dafür ist er mir zu sehr ans Herz gewachsen.
Vielleicht hat ja der Server den Wahlsieg von Obama nicht verkraften können, ist vor Verwunderung off gegangen.

So, liebe Blogigo Betreiber, nun macht mal hinne, dass eure Blog Plattform wieder erreichbar ist.

4 Kommentare 6.11.08 11:09, kommentieren

Morgenstunde

 

Morgenstunde
Ob du wohl auch so schlaflos liegst
Und dich in wachen Träumen wiegst,
Vor Glück, wie sehr die Sehnsucht brennt!
Ich starr ins dunkle Firmament:
Der Morgenstern, in grossen Bogen,
Ist langsam längst heruntergezogen
Und lässt mich lächelnd fühlen, was uns trennt.

Vor meinem schwachen Augen
- Nun weiss ich doch zu was sie taugen -
Strahlt er, je höher her, je flimmernder.
Weihnächtig glänzt die graue Stille.
Oh zögre, Alltag! Ohne Brille
Sieht man die Welt unendlich schimmernder.

Schon aber glitzert sein Gezitter blasser;
Nun steh' ich auf und geb' der Lilie Wasser
Die du mir gestern heimlich brachtest.
Und wenn du mich dafür auslachtest:
Sanft nehm' ich sie von ihrer Stätte
Und leg' sie auf mein warmes Bette
Und fühle lächelnd, wie du nach mir schmachtest.

Richard Dehmel (1863 - 1920 ) 

Richard Dehmel war ein Freund Liliencrons. 
Dehmel war ein Grübler, dem man einen Mangel an Poesie, Lüsternheit, Unnatürlichkeit, Künstelei vorwarf. 
Aber seine Gedankenfülle, sein Bemühen nach einem seiner Persönlichkeit entsprechenden dichterischen Ausdruck wurde auch anerkannt. 
Richard Dehmel gestaltete seine Werke, im Laufe seiner Entwicklung des öfteren noch um. 

Dieses Gedicht " Morgenstunde" empfinde ich als ein sehr schönes Werk, in dessen Worten man wahrlich eintauchen kann. Ein Gedicht welches berührt und in dem man die geschilderte Situation einer heimlich gebrachten Lilie, gepaart mit Sehnsucht nach dem gerade vergangenen und dem noch kommenden, förmlich wahrnimmt.

3 Kommentare 22.8.08 07:19, kommentieren

Tränenregen

Tränenregen

Wir sassen so traulich beisammen
im kühlen Erlendach.
Wir schauten so traulich zusammen
hinab in den Bach.
Der Mond war auch gekommen,
die Sternlein hinterdrein
und schauten so traulich zusammen
in den silbernen Spiegel hinein.

Ich sah nach keinem Monde,
nach keinem Sternenschein,
ich schaute nach ihrem Bilde,
nach ihren Augen allein.
Und sah sie nicken und blicken
herauf aus dem seligen Bach.
Die Blümlein am Ufer, die blauen,
sie nickten und blickten ihr nach.

Und in dem Bach versunken,
der ganze Himmel schien
und wollte mich mit hinunter
in seine Tiefe ziehen.
Und über den Wolken und Sternen,
da rieselte munter der Bach
und rief mir mit Singen und Klingen:
Geselle, Geselle, mir nach!

Da gingen die Augen mir über,
da wurd es im Spiegel so kraus;
Sie sprach: Es kommt ein Regen.
Ade, ich geh nach Haus.

Gedicht von Wilhelm Müller ( 1794 - 1827 )
Es wurde von Franz Schubert (1797 - 1828 ) vertont.

Irgendetwas berührt mich bei diesem Gedicht, welches vor ca 188 Jahren geschrieben wurde sehr tief.
Der Bach, das spiegelnde Wasser, der Mondschein, das Gesicht des Mädchens welches sich an der Oberfläche des Wassers spiegelt?
Wer kennt nicht diese Spiegelmomente, wenn nicht im Wasser, so doch in der Fensterscheibe eines Busses oder der Bahn. Man schaut hinaus und wird auf einmal von zwei Augen gefangengenommen, die sich in der Scheibe spiegeln. Vielleicht begleitet von einem lächeln. Lächelnde Momente. Und dann stieg sie aus. Schaute noch einmal im vorbeigehen hinein.

1 Kommentar 11.8.08 05:22, kommentieren

Ein Kafka Zitat

Dieses Zitat von Kafka gefällt mir sehr gut:

Ein Buch muss die Axt sein,
für die gefrorene Seele in uns.

Das hat Franz Kafka sehr gut erkannt. Wenn ein Buch unsere Seele zutiefst berührt, sie erweckt, schwingen lässt mit jeder Seite, dann ist es ein gutes Buch.

1 Kommentar 6.7.08 05:00, kommentieren